Sommergewitter an den Börsen

Zurzeit sehen wir an den Märkten ein wahres Sommergewitter. Der DAX hat seit seinem Hoch inzwischen rund 1.000 Punkte verloren. Nach meiner Warnung in der vergangenen Woche (siehe: Update zum Markt: Aufpassen!) nahm die Abwärtsdynamik deutlich zu. Aber kein Grund zur Panik…

Bullenmärkte verlaufen nicht geradlinig

Stelle dir den Kursrutsch einfach wie ein Sommergewitter nach einem heißen Tag vor. Die Atmosphäre ist aufgeheizt und erst nach einem Gewitter oder Starkregen kann wieder ein schöner Sommertag folgen.

Auch an der Börse hat sich die Lage durch den Aufwärtstrend in gewisser Weise überhitzt. Aktuell sehen wir lediglich eine Bereinigung der zuvor überkauften Lage. Aus psychologischer Sicht hat die Korrektur somit einzig den Zweck, unsichere Anleger aus dem Markt zu „spülen“ und den allgemeinen Optimismus abzubauen. Letzterer ist aber sowieso nicht allzu groß ausgeprägt.

In den Medien stehen seit Beginn des Bullenmarktes vorwiegend Krisenthemen im Vordergrund. Ganz aktuell ist dies mit dem Konflikt in der Ukraine nicht anders. In einem solchen Umfeld enden normalerweise keine Bullenmärkte. Die Wahrscheinlichkeit ist hingegen höher, dass die Märkte nach Abschluss der Korrektur weiter an dieser „Mauer der Angst“ nach oben klettern.

Falls es doch ein Crash ist?

An der Börse müssen wir grundsätzlich verschiedene Szenarien auf dem Schirm haben. Es geht schließlich immer nur um Wahrscheinlichkeiten. Im Voraus gibt es keine Sicherheit, es lassen sich lediglich einzelne Szenarien favorisieren. Nehmen wir also einmal an, wir befinden uns bereits am Anfang eines großen Abwärtstrends. Wie kann man sich davor absichern?

Passe dich an die Risiken an

Bereits mit den ersten kritischen Signalen senke ich in der Regel meine Investitionsquote. Das gilt zumindest für mein Trading-Depot, in dem ich Positionen auf Sicht von Tagen bis Wochen (manchmal auch etwas länger) trade. Spätestens mit dem Bruch des Aufwärtstrends beim DAX, war es somit an der Zeit einige Gewinne mitzunehmen. Bei Einzelwerten bieten sich zudem Stopps unterhalb wichtiger Unterstützungen an.

Mit dieser Strategie ist man somit nicht mehr stark investiert und kann dem Geschehen gelassen zusehen. Eine entsprechende Cash-Position an der Seitenlinie gibt Spielraum die Investitionsquote später zu günstigen Kursen wieder zu erhöhen.

Neue Positionen kann man dann bei entsprechenden Stärkezeichen oder nahe wichtiger Unterstützungen aufbauen. Werden auch diese nach unten durchbrochen, steigt man schnell wieder aus.

Mit anderen Worten: Mit der richtigen Vorbereitung für eine Korrektur, triffst du zugleich eine wichtige Risikoreduzierung auch für den Fall, dass sich die Kursverluste deutlich ausweiten. Die Strategie gegenüber einem Crash-Szenario unterscheidet sich dabei erst einmal nicht. Erst beim Aufbau neuer Positionen musst du auf entsprechende Ausstiegsmarken achten, sollte sich die Korrektur doch nach unten ausweiten. Bei meinem langfristigen Depot gehe ich dagegen anders vor. Dazu ein anderes Mal mehr.

Hoffen wir aber, dass sich die Wolken bald vom Börsenhimmel verziehen. Mehr zu den Märkten in den kommenden Tagen. Dann blicke ich an dieser Stelle wieder auf die aktuellen Charts.

Liebe Grüße,
Michael

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