Februar 18, 2020

Trading

An der Börse kannst du mit völlig verschiedenen Strategien Gewinne erzielen. Es gibt also nicht DIE EINE Strategie, die funktioniert.

Als ich damals mit der Börse anfing, hatte mich vor allem das Trading fasziniert. Ich testete unterschiedliche Strategien, „zockte“ mit Optionsscheinen und fand Gefallen daran, die einzelnen Bewegungen des Marktes für mich zu nutzen.

Diese große Faszination habe ich bis heute nicht verloren.

Neben dem Trading beschäftigte ich mich mit steigendem Einkommen immer mehr mit langfristigen Investment-Strategien. Schon vor der aktuell sehr in Mode gekommenen Welle Passiven Investierens kaufte ich ETFs und setzte damit auf einen steigenden Aktienmarkt.

Was ich damit sagen will:

Es gibt an der Börse viele Strategien, die funktionieren können. Es gibt somit nicht die eine richtige Strategie!

 

Warum wir verschiedene Strategien kombinieren sollten

Es macht sogar Sinn verschiedene Strategien zu entwickeln und nicht nur auf ein einziges Pferd zu setzen! Ich persönlich würde mindestens zwei Depots aufbauen:

  1. Investment-Depot
  2. Trading-Depot

Natürlich gibt es auch beim Traden und Investieren viele mögliche Ansätze, aber wenn wir diese beiden Bereiche mit nur jeweils einer Strategie abdecken, sind wir schon gut aufgestellt.

Denn:

Es gibt Zeiten, in denen das Trading besser funktioniert und es gibt Phasen, in denen ein langfristiges Investment-Depot beständigere Gewinne einfährt. Natürlich gibt es auch Phasen in denen beide Depots weniger gut laufen oder zugleich erfolgreich sind.

Genauso wie du an der Börse nicht alles auf eine Karte setzt und nur eine einzige Aktie kaufst, macht es somit auch Sinn nicht alles auf eine Strategie zu setzen. Auch hier ist es sinnvoll zu streuen.

Traden und Investieren ergänzen sich hervorragend!

Aus diesem Grund halte ich auch mindestens zwei Depots für sinnvoll. Natürlich sind noch weitere Strategien möglich, solange man sich dabei nicht verzettelt.

 

2009 bis heute: Ein idealer Markt für Langfristanleger

Machen wir uns nichts vor. Es kommt nicht von ungefähr, dass passive Investmentansätze und ETF-Strategien zurzeit en vogue sind. Der Markt steigt seit 10 Jahren quasi kontinuierlich. Und in den letzten Jahren ist die Anhängerschaft dieser Investment-Philosophie stetig gestiegen.

Aber wie würde es aussehen, wenn die vergangenen 10 Jahre eher mager verlaufen wären? Wie populär wären dann langfristige Investmentstrategien?

Was gerade im Trend liegt, folgt immer (!) der VERGANGENEN Entwicklung! Menschen folgen der Vergangenheit – nicht der Zukunft.

Verstehe mich an dieser Stelle nicht falsch: Ich bin nach wie vor ein Freund von ETFs und halte selbst unverändert langfristige Investments. Und solange es keine klaren Zeichen für ein Ende des Bullenmarktes gibt, bin ich offen dafür auch noch weiter zu investieren.

Für eine angemessene langfristige Rendite gibt es kaum Alternativen zur Börse.

Doch wir müssen damit rechnen, dass dieses Bild irgendwann kippt. Oder die Renditen werden zumindest vom heutigen – viel höheren – Kursniveau einfach magerer.

Investierst du heute passiv, hast du vielleicht in 10 Jahren immer noch eine positive Rendite, aber eben eine geringere als in den vergangenen 10 Jahren.

 

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Sind bald wieder die Trader im Vorteil?

Natürlich konntest du im laufenden Bullenmarkt auch erfolgreich traden. Beide Strategien stehen somit nicht in Konkurrenz zueinander. Beides kann zur gleichen Zeit funktionieren.

Aber du konntest es dir in den vergangenen Jahren halt ziemlich einfach machen:

Wenn du dir einfach einen ETF passiv ins Depot gelegt hättest, wäre dein Depot ohne viel Arbeit gewachsen. Aber glaube mir: So leicht ist es an der Börse nicht immer. Und eines ist ziemlich wahrscheinlich: Die Zeiten werden sich irgendwann wieder zu Gunsten eines „Trading-Marktes“ ändern.

Besonders dann, wenn die Zeiten wieder volatiler werden oder die Jahres-Renditen am Aktienmarkt moderater ausfallen, werden viele Trader wieder im Vorteil sein.

Das ist auch das schöne an beiden Ansätzen:

Sie haben beide ihre Daseinsberechtigung und ergänzen sich im Idealfall hervorragend. Mal performed die eine Strategie besser, mal die andere. Wir verteilen unser Glück quasi auf zwei Standbeine statt auf eins.

 

Trends verändern sich

Wer weiß, vielleicht liegt in 10 Jahren das Trading wieder voll im Trend und passive Strategien pflegen dann ein Schattendasein. Das wird wohl von der Entwicklung der Aktienmärkte in den nächsten Jahren abhängen.

Eine Strategie einzig auf die vergangene Entwicklung aufzubauen (und diese linear hochzurechnen) halte ich für wenig sinnvoll.

Seien wir uns diesem Umstand also besser bewusst: All das, was gerade angesagt ist, folgt in der Regel der Vergangenheit! Und fast alles auf dieser Welt unterliegt bestimmten Zyklen – nicht nur die Jahreszeiten :-)

Wenn wir uns dessen bewusst sind, dann laufen wir nicht mehr blind irgendwelchen Trends hinterher. Wir machen uns ein umfassenderes Bild, hinterfragen Dinge und erkennen mit hoher Wahrscheinlichkeit früher als die breite Masse, wenn Trends ihren Höhepunkt erreichen oder gänzlich andere Strategien sinnvoll sind.

Wie schon in meinem letzten Artikel „Die drei Phasen des Bullenmarktes – Standortbestimmung“ beschrieben, stehen die Chancen gut, dass der aktuelle Bullenmarkt noch einige Zeit anhält.

Aber ich stehe lieber auf zwei Beinen als auf einem. Und du?

In Kürze werde ich hier noch weiter auf das Traden eingehen und wenn du willst, kannst du mir dabei sogar bald über die Schulter schauen.

In diesem Sinne

Good Trades und liebe Grüße,

Michael

P.S.: Ich meine übrigens kein hektisches Day-Trading, sondern ruhiges Trading auf Sicht von Tagen bis Wochen, was eigentlich jeder praktizieren kann.

About the author 

Michael Jansen

Mit 14 Jahren entdeckte ich die Börse als große Leidenschaft. Ich machte meine Passion zum Beruf. Doch statt Großraumbüro folgte ich dem Ruf der Freiheit, begann als Digitaler Nomade zu reisen und habe mir ein vierstelliges monatliches Grundeinkommen aufgebaut. Beim Finanzgecko gebe ich mehr als 20 Jahre Erfahrung an dich weiter.

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