März 5, 2020

Traden neben dem Job

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du ganz entspannt neben deinem Job an der Börse handeln kannst.

Viele Menschen haben immer noch dieses Bild von einem hektischen Trader im Kopf, der gefühlte 10 Stunden am Tag vor dem Monitor sitzt und bei dem es auf Sekunden – ja wenn nicht sogar auf Millisekunden – ankommt, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Möchtest du dich diesem hektischen Spiel anschließen? Ich nicht :-)

Und gegen die Großen – also die wirklich Professionellen – hast du ohnehin keine Chance, wenn du im gleichen Haifischbecken mitmischt.

Doch natürlich gibt die Finanzindustrie ihr Bestes, dieses Bild aufrecht zu erhalten. Sie verdient an der Aktivität ihrer Kunden und ist an möglichst vielen Transaktionen interessiert.

 

Die Anzahl der Trades: Sei entspannt

An ziemlich vielen Stellen wird uns somit der Glaubenssatz vermittelt, dass eine sehr aktive Trading-Strategie weitaus lukrativer ist, als ein paar wohlüberlegte Trades mit ruhiger Hand.

Streiche also am besten den folgenden Glaubenssatz, der bei vielen Börsianern tatsächlich fest verankert ist, erst einmal aus deinem Gedächtnis:

Viele Trades = Höhere Gewinne

Wer diesem Glaubenssatz folgt, hat in der Regel unbewusst Angst Gewinne zu verpassen. Aber in Wahrheit rückt der Fokus in diesem Fall weg von einer möglichst guten Performance (Qualität) hin zu einer möglichst hohen Aktivität (Quantität).

Halte dir vor Augen: Jeder zusätzliche Trade kann auch die Anzahl deiner Verluste erhöhen (nicht nur die Seite der Gewinne). Und das passiert gerade dann, wenn der Fokus auf einer möglichst hohen Trading-Aktivität liegt.

Lege deinen Fokus also auf jene Trading-Setups, die dich wirklich überzeugen. Die Anzahl der Trades ist völlig wurscht :-)

Damit nimmst du dir eine Menge Druck und handelst wesentlich entspannter.

 

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Dein Zeithorizont – Absolut praxistauglich

Die Welt dreht sich gefühlt immer schneller. Wenn vor 100 Jahren auf der anderen Seite des Planeten etwas passierte, so bekamen wir dies erst Stunden oder gar Tage später mit.

Aktien handelte man nicht intraday. Erst mit der modernen Technik wurde die Handelsfrequenz immer kürzer.

Lass uns lieber wie in der „guten alten Zeit“ traden. Ich halte Positionen in der Regel über mehrere Tage oder meist Wochen – manchmal sogar Monate. Ich setze somit auf mittelfristige Trends.

Klar, es gibt diese kurzfristigen Chancen. Und wenn sie mich überzeugen, nehme ich diese gerne mit. Aber in meinem Trading-Alltag überwiegen die Trades, die über eine längere Zeit laufen. Ich bin kein Daytrader.

Der Vorteil: Diese Strategie lässt sich sehr entspannt umsetzen. Es kommt in der Regel nicht darauf an, ob ich eine Aktie drei Stunden früher oder später kaufe. Ich kann mir Zeit lassen, meine Strategie abwägen und mich dann in Ruhe positionieren.

Damit ist diese Strategie absolut praxistauglich für Berufstätige. Im Prinzip reicht es aus, wenn du dir mehrmals pro Woche ein wenig Zeit nimmst.

Und noch ein Vorteil: Intraday gibt es viele Fluktuationen und zufällige Bewegungen. Je länger dein Zeithorizont ist, desto verlässlicher sind in der Regel auch die Signale!

 

Der gesunde Abstand

Diese ruhige Strategie hat einen weiteren entscheidenden Vorteil: Du gewinnst einen gesunden Abstand zum Markt!

Wenn du vor dem Monitor klebst und die Intraday-Charts verfolgst, so erscheinen bereits kleine Kursbewegungen nahezu monströs. Viele Börsianer sind viel zu nah am Marktgeschehen, machen sich zu schnell verrückt und reagieren dann häufig emotional auf bestimmte Ereignisse oder Kursbewegungen.

Also sieh es positiv: Wenn du tagsüber deinem Job nachgehst (oder am Strand liegst :D), dir dann am späten Nachmittag ein paar Charts ansiehst und in dein Depot schaust, hast du die Hektik am Tag gar nicht mitbekommen.

Aktie X knickte vielleicht gegen Mittag ein und erholte sich danach schnell wieder. Wärst du zu nah am Markt, hättest du vielleicht schon längst verkauft. Mit einem gesunden Abstand triffst du viele Entscheidungen rationaler und mit ruhiger Hand. Das ist Gold wert!

Im Prinzip kannst du mit wenigen Stunden Zeitaufwand pro Woche erfolgreich traden. Das ist kein Fulltime-Job!

Oder anders gesagt: Weniger ist manchmal mehr – Gerade beim Traden!

Wenn du dieses Mindset verinnerlichst, bist du vielen Hobby-Börsianern schon um Längen voraus! Bleibt noch die Frage, wie du gute Trading-Setups findest.

Das zeige ich dir in einem der nächsten Artikel.

Bis dahin und liebe Grüße,

Michael

 

P.S. Und wenn du mehr über diese Art des Tradens lernen willst, dann schau dir meinen neuen Börsenbrief ‚Trading-Minimalist‚ an. Dort kannst du mir direkt über die Schulter schauen, bekommst Einblick ins Musterdepot, erhältst Updates mit genauen Erläuterungen zu den Trades und meiner Strategie. Hier gibt’s mehr Infos dazu…

About the author 

Michael Jansen

Mit 14 Jahren entdeckte ich die Börse als große Leidenschaft. Ich machte meine Passion zum Beruf. Doch statt Großraumbüro folgte ich dem Ruf der Freiheit, begann als Digitaler Nomade zu reisen und habe mir ein vierstelliges monatliches Grundeinkommen aufgebaut. Beim Finanzgecko gebe ich mehr als 20 Jahre Erfahrung an dich weiter.

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